Tag der Architektur 2026: Schmale Architekten lädt ins Quartier „Am Hohen Weg“ in Neuss ein
Der Tag der Architektur ist bundesweit ein besonderes Ereignis. Architekturbegeisterte zieht es Ende Juni wieder zu zahlreichen Bauprojekten, um aus erster Hand einen Einblick in die Architektur und Planung hinter den Projekten zu erhalten. Dieses Jahr findet der Tag der Architektur 2026 in Nordrhein-Westfalen vom 27. bis zum 28. Juni statt. Am Sonntag, den 28. Juni, lädt Schmale Architekten von 14 bis 17 Uhr alle Interessierten zur Besichtigung des Quartiers „Am Hohen Weg“ in Neuss ein.
121 Projekte stehen den Besucherinnen und Besuchern am Tag der Architektur 2026 zur Erkundung offen. Neben umgebauten Wohnhäusern und Bauwerken können auch Quartiere, Parks und Privatgärten besichtigt werden. Schmale Architekten lädt am 28. Juni von 14 bis 17 Uhr gemeinsam mit der Nesser Bauverein GmbH in das Wohnquartier Am Hohen Weg in Neuss ein. Das Bauprojekt der Neusser Bauverein GmbH und Schmale Architekten zeigt, wie eine Nachverdichtung modernen Wohnraum mit wertvollen Frei- und Grünräumen schafft.

Das Alleinstellungsmerkmal des Projekts liegt in der Aktivierung und Nutzbarmachung brachliegender Außenflächen, die das bestehende Wohnumfeld nicht nur ergänzen, sondern grundlegend aufwerten. Der Bauherr hat eine neue Körnung und Sortierung geschaffen, die sich sensibel in die gewachsenen Strukturen einfügt. Das Herzstück des Quartiers bildet die neue, durchgängige Wegeverbindung, die den grünen Außenraum mit den Quartiershöfen verknüpft. Dadurch wird eine neue Durchlässigkeit geschaffen, die das Quartier fußgängerfreundlich, vernetzter und zugänglicher macht. Diese Vitalisierung belebt das gesamte Quartier: Aus funktionslosen Flächen wurden Orte der Begegnung und des Miteinanders entwickelt. Das Bauprojekt beweist, dass moderne Architektur den Bestand durch ergänzende Solitäre bereichern kann, ohne ihn zu überformen. Dieses Zusammenspiel aus ökologischer Vielfalt, sozialer Mietpreisgarantie und der Integration alter Baumbestände schafft dauerhaften Mehrwert für die Bewohner des Quartiers.
Architektur als Weiterführung der Gartenstadt
Die Neubauten interpretieren das Gartenstadt-Leitbild durch punktförmige Solitäre zeitgemäß neu. Um wertvollen Freiraum zu erhalten, wurde der Fußabdruck im Erdgeschoss bewusst minimiert, während überstehende Obergeschosse die nötige Wohnfläche generieren. Klare Geometrien werden durch auskragende Balkone rhythmisiert und maßvoll gegliedert. So entsteht ein Ensemble, das den Charakter des Ortes stärkt und Alt sowie Neu zu einer Einheit verbindet.
Sensible Vernetzung und Freiraumgestaltung
Es wurden neue Wege geschaffen, die den Grünzug mit den Quartiershöfen verbinden. Trotz des Ersatzes rückgebauter Garagenhöfe wurde bewusst auf eine Tiefgarage verzichtet. Dies ermöglichte den Erhalt des Baumbestands und die Schaffung großzügiger Gemeinschaftsflächen statt privater Gärten. Die Konzentration auf gemeinschaftlich nutzbare Freiräume zugunsten von Spiel- und Begegnungsorten fördert die soziale Vernetzung und integriert den Neubau nachhaltig in den städtebaulichen Kontext.
Durch die Neubauten werden vier großzügige Außenbereiche geschaffen, die unter dem Motto „Vier Jahreszeiten“ bepflanzt und gestaltet wurden. Darunter sind Bäume mit rosafarbenen Blüten für den Frühling, Zierapfel für den Sommer, Rotahorn für den Herbst und Kiefer für den Winter. Die neuen Spielgeräte wurden ebenfalls in einer jahrestypischen Gestaltung angepasst, sodass sich die Landschaftsgestaltung und die neu geschaffenen Spielmöglichkeiten harmonisch ineinander einfügen. Ziel dieser Planung ist ein harmonisches Miteinander der Nachbarschaften und ein lebenswertes Quartier, das alle Generationen miteinbezieht.
Sozialer Anspruch und durchdachte Bauprozesse
Das Projekt soll durch die sensible Bestandsentwicklung und die dauerhaft niedrigen Mieten die gewachsene Struktur sichern. Der Fokus liegt auf kompakten, flächeneffizienten Wohnungen, die generationenübergreifendes Wohnen ermöglichen. Das barrierearme Konzept ist konsequent seniorengerecht umgesetzt: Fest verbaute Sitzgelegenheiten in den Duschen steigern die Nutzungsqualität im Alltag und ermöglichen ein langes, selbstbestimmtes Wohnen im Quartier.
Durch abschnittsweise Realisierung und vorausschauende Logistik wurden Infrastruktur und Erschließung frühzeitig gesichert und ein reibungsloser Ablauf gewährleistet. Es wurde nicht nur neuer, dringend benötigter Wohnraum geschaffen, sondern auch die bislang ungestalteten Freiflächen entlang der Römerstraße zwischen den Mehrfamilienhäusern Am Hohen Weg qualitätsvoll aufgewertet und zu einem neuen Stadteingang entwickelt.

Die quadratische Grundrissgeometrie der Punkthäuser wird durch eine feine Gliederung der Fassaden mit Erkern, Balkonen, Loggien und Einschnitten strukturiert. Die neuen Gebäude fügen sich eigenständig, aber respektvoll, in die bestehende Zeilenstruktur der 1950er und 1960er Jahre ein und verbinden diese städtebaulich zu einem Gesamtensemble. Die losgelöste Verortung der Gebäude ermöglicht fließende Übergänge zwischen privaten, halböffentlichen und städtischen Grünflächen, bereits bestehende Baumkulissen wurden erhalten und in das Gesamtkonzept miteinbezogen.
Ihr Besuch des Wohnquartiers „Am Hohen Weg“ am Tag der Architektur 2026
Besichtigungsadresse: Am Hohen Weg 19-31 a, 41462 Neuss
Besichtigungstermin: Sonntag, den 28.06.2026, von 14:00-17:00 Uhr
Treffpunkt: Am Hohen Weg 29
Kontakt
Büro: Schmale Architekten GmbH, Landstraße 18, 41516 Grevenbroich-Hemmerden
Telefon: 02182-8865700
Fax: 02182-8865701
Mail: info@schmale-architekten.de
Weitere Informationen zum Quartier „Am Hohen Weg“ und dem Tag der Architektur 2026 finden Sie hier:
Zur Projektseite „Wohnen Am Hohen Weg“ in Neuss
Objekt auf Website der Architektenkammer NRW
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© Bilder: Neusser Bauverein GmbH
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