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Ländliche Reflexionsräume: Exkursion Schmale Architekten in den Hambacher Forst

Jun , 7
Ländliche Reflexionsräume: Exkursion Schmale Architekten in den Hambacher Forst

 

Am Freitag, den 7. Juni 2019, hat sich das Architekturbüro Schmale, nach einer Einführung von Dr. phil. Fiona Missaghian-Moghaddam zum Thema „Schöpfung und Verantwortung – Planen, Bebauen und Behüten für morgen und übermorgen“, auf den Weg nach Morschenich-Alt (Gemeinde Merzenich, Kreis Düren) und den Hambacher Forst gemacht. Im Kontext der Maxime und Position des Architekturbüros für den bewahrenden Umgang mit NATUR-KUNST-SCHÖPFUNG, haben sich die Mitarbeiter mit den Hintergründen und Besonderheiten rund um das Exkursionsziel, den symbolträchtigen „Hambacher Forst“ und dem Thema „Baum“ auseinandersetzt. Ergänzt wurden die Ausführungen mit Einblicken in die rechtlichen Rahmenbedingungen und die möglichen Interessen aller Akteure im Rheinischen Braunkohlerevier.

Auf der Fahrt von Hemmerden nach Morschenich-Alt wurde zunächst ein Zwischenstopp am RWE-Aussichtspunkt „Haus am See“ bei Niederzier eingelegt, von dem man einen beeindruckenden Blick auf das gesamte Braunkohletagebaugebiet hat. In Morschenich-Alt wurden die Exkursionsteilnehmer in den Räumen des ehemaligen Jugend-Pfarrheim der kath. Kirche St. Lambertus  vom Dorfvorsteher Michael Dohmes und dem Merzenicher Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU) empfangen, die eindrucksvolle  Hintergrundinformationen zur Dorfgeschichte, Umsiedlung und Zukunftsvision des „Bürgewaldes“ gaben sowie einen geführten Ortsrundgang ermöglichten.

Blick vom RWE-Aussichtspunkt „Haus am See“ in den Hambacher Tagebau

Morschenich-Alt, der Ortsteil von Merzenich, der voraussichtlich 2024 dem Tagebau zum Opfer fallen wird, liegt in unmittelbarer Nähe zum symbolträchtigen Ort des „Hambacher Forstes“. Die Umsiedlung der nahezu 500 Einwohner (214 Haushalte, 19,2 ha reine Siedlungsfläche) begann 2013 und soll zeitnah abgeschlossen werden. Derzeit leben noch rund 180 Menschen in Morschenich-Alt, das sich als kompaktes Dorf mit historischen Höfen, überwiegend dichter, geschlossene Siedlungsstruktur und Dorf typischem Grün darstellt. 

Mit dem höchsten Sonnenstand machten die 15 teilnehmenden Architektinnen und Architekten dann nach kurzer Stärkung auf den Weg in den wundervollen Hambacher Wald. Der Naturführer Todde Kemmerich zeigte die Pflanzen und Lebewesen, die sich dort wohlfühlen und gab weitere spannende Informationen rund um den Hambacher Forst. Es wurde naturkundlich, architektonisch und politisch. So hatten die Teilnehmer die Gelegenheit sich im persönlichen Gespräch mit Waldbesetzern auszutauschen. Nach rund drei Stunden kehrte das Team dann wieder nach Morschenich-Alt zurück und schloss die Exkursion, die alle Teilnehmer noch über die Pflingsttage hinaus nicht losließ.

 

Auf der Suche nach dem richtigen Weg