SCHMALE|architekten
SCHMALE architekten
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Neubaukomplex für Alten- und Tagespflege

Gebäudekategorie: Alten-/Seniorenzentren
Bauherrin: Kuratorium St. Anna Stift c/o Caritasverband Düsseldorf e.V., Hubertusstraße 5, 40219 Düsseldorf
Anschrift Bauobjekt: Eiskellerstraße in 40213 Düsseldorf
Beginn Neubau: Frühjahr 2020

Neubau des Altenzentrum St. Anna im Zentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf .

Der Neubau ersetzt das bestehende Altenpflegeheim an gleicher Stelle. Das Objekt liegt am Rande der Altstadt, eingerahmt von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden in direkter Nachbarschaft zur Kunstakademie der Stadt Düsseldorf.

In kurzer Entfernung sind fußläufig die Rheinuferpromenade und der Hofgarten zu erreichen. Der gesamte Baukörper wird als Ersatzbau neu errichtet und setzt sich aus zwei neuen Gebäudeteilen mit unterschiedlicher architektonischer Typologie zusammen.

Der neue dreigeschossige Baukörper entlang der Ritterstraße führt die archetypische Urform als Haus mit Satteldach weiter und nimmt somit die Grundzüge und denkmalschutzrelevanten Details dieses Straßenzuges auf.

Im Dachgeschoss an der Ritterstraße wird unter der Dachschräge ein Konvent für bis zu acht Ordensschwestern errichtet. Diese Räumlichkeiten enthalten private Wohnräume mit Bad, eine gemeinsam genutzte Küche und Aufenthaltsräume.

Der L-förmige Baukörper an der Eiskellerstraße ist über schlanke Brücken mit dem südlichen Bereich verbunden, setzt als vier- bis fünf- geschossiger Baukörper einen modernen Kontrast und nimmt mit seinem in Teilen begrünten Flachdach die Gebäudeform der benachbarten Schule und Kunstakademie auf.

Der begrünte Innenhof bietet mit seiner Terrasse Raum zum Verweilen und ist funktional dem Eingangsbereich zugeordnet.

Das Gesamtgebäude enthält drei vertikale Erschließungskerne, jeweils mit Treppe und Liegend-Aufzug.

Das Erdgeschoss umfasst für das Altenpflegeheim neben der als Mehrzweckbereich genutzten Eingangslobby, die Verwaltung eine eigene Kapelle und alle Nebenfunktionsflächen. Im rückwärtigen Bereich ist ein ebenerdiges Parkgeschoss mit bis zu 18 STPL vorgesehen, die Anlieferung erfolgt über eine Zufahrt von der Eiskellerstraße. Der begrünte Innenhof bietet mit seiner Terrasse Raum zum Verweilen und ist funktional dem Eingangsbereich zugeordnet.

Die Tagespflege mit ihren 16 Tagesgästen hat ebenfalls Zugang zum Innenhof, ist aber auch über die Lobby mit dem Altenpflegeheim verbunden.

Die Obergeschosse sind funktional in 2-3 Wohnbereiche mit jeweils ca. 12-14 Bewohnern aufgeteilt. Jedem Wohnbereich ist an den Kopfseiten der Gebäude ein Aufenthaltsraum und zentral in jedem Geschoss ein von zwei Seiten belichteter Speiseraum zugeordnet. An einem zweihüftigen Flur reihen sich die Bewohnerzimmer, der sich wiederkehrend zu einem Carré aufweitet und die Eingänge der Bewohnerzimmer markiert.

Diese Flure sind in den Etagen umlaufend und ermöglichen den Bewohnern einen Rundlauf und den pflegenden Mitarbeitern möglichst kurze Weg.

Die Räumlichkeiten für die Ordensschwestern enthalten private Wohnräume mit Bad, eine gemeinsam genutzte Küche und Aufenthaltsräume. Sie sind einerseits autark mit eigenem Eingang über die Ritterstraße zugänglich, andererseits aber auch über die bereits beschriebenen Brücken mit dem Altenpflegeheim verbunden.

Die Kurzzeitpflege mit 20 Bewohnern ist im 4. Obergeschoss verortet. Durch den Wegfall des kurzen L-Schenkels ergibt sich hier die Möglichkeit einer Dachterrasse.

Eckdaten zum Projekt

KONSTRUKTION: Massivbau
ENTWURF: Markus Schmale, Dipl.-Ing. Architekt BDA, Oliver Breithor, Dipl.-Ing. Architekt
LEISTUNGSPHASEN:Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe, Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung, Objektbetreuung
EINREICHUNG BAUANTRAG: Anfang 2019
BEGINN NEUBAU:2020

Informationen zum Bauobjekt:

Gesamtfläche: ca. 7.187m²
Kurzzeitpflege: 1.065m²
Tagespflege: 288m²
Neubauvolumen: ca. 25.000m³
Grundstück: ca. 3.309m²
Energie: Nutzung von Fernwärme